Willkommen bei Grafing summt!

Wir hoffen, Sie mit unserem Angebot für den Bienenschutz, die Stadtnatur und die biologische Vielfalt begeistern zu können.

Übrigens: Den Stellenwert der Bienen haben nun auch die Vereinten Nationen erkannt und zum 20.05.2018 erstmals den Weltbienentag ausgerufen.


Grafing summt! – Summen Sie mit?!

Das Grafing summt!-Team

Volksbegehren Artenvielfalt; "Rettet die Bienen"

Durch ein Volksbegehren soll eine gesetzliche Neuregelung für mehr Artenvielfalt bei gleichzeitiger Särkung der bäuerlichen Landwirtschaft erreicht werden.

Nähere Infos finden Sie unter:

https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

Biene Majas wilde Schwestern

Sie können sich mit einem wunderschönen Fernsehbeitrag des BR vom 24.6.2017 ein Bild davon machen, womit auch wir uns inhaltlich befassen wollen. Der Titel der Sendung lautet: natur exclusiv - Biene Majas wilde Schwestern. Den Link zur Mediathek des BR finden sie hier

Ausgezeichnet wurde der Film mit dem deutschen Naturfilmpreis 2017.

Bienenwünsche

  1. Mähen Sie den Rasen oder Ihre Wiese bitte erst am Abend, wenn wir in Sicherheit sind. Tagsüber bei geöffneter Blüte sind wir so sehr mit Blüten bestäuben, Nektar schlürfen und Pollen sammeln beschäftigt, dass wir nicht schnell genug die Flucht ergreifen können. Ihr gemähter Rasen wäre dann sogleich für uns die letzte Ruhestätte. Seltener Mähen freut uns, weil wir dann mehr finden und Sie können sich ausruhen.
  2. Schaffen Sie sich im Garten oder auf dem Balkon eine grüne Oase mit ungefüllten heimischen Blumen und Stauden sowie Blühhecken in der Wildform. Viele Züchtungen sind pollenlos und ohne Nektar. Das verwirrt uns und wir bleiben hungrig. Kräuter lieben wir sehr. Vor allem, wenn sie blühen. Mehrjährige Pflanzen geben Sicherheit, dass auch der im folgenden Frühjahr schlüpfende Wildbienennachwuchs satt werden wird.
  3. Lassen Sie in Ihrem Garten verwilderte Ecken mit Totholz zu und räumen Sie bitte nicht zu sehr die Natur auf. Einige Wildbienenschwestern nisten im Boden, in Löchern alter Bäume, die unsere Käferfreunde zurückgelassen haben oder in leeren Schneckenhäusern, die sie dann unter Halmen und Blättern verstecken. Also im Herbst bitte nicht zu sehr rechen und schon gar keine Laubsauger verwenden.
  4. Im Winter lassen Sie bitte Pflanzenstengel stehen. Dort überwintern einige von uns. Wenn wir oder unser Nachwuchs in der Biomülltonne landen, können wir im kommenden Jahr keine Pflanzen für Sie bestäuben.
  5. Insektenhotels bitte nur mit sauber in Hartholz gebohrten Löchern und glatt abgeschnittenen Stängeln aufstellen. Zur Eiablage krabbeln Wildbienen rückwärts rein. Bei ausgefransten Löchern können die Flügel verletzt werden. Bitte darauf achten, dass die Öffnungen wind- und regengeschützt sind – Südosten bevorzugt. Wildbienen sind für Menschen übrigens völlig ungefährlich und können so in Ruhe beobachtet werden.
  6. Auch wir Bienen sind durstig und trinken gerne Wasser. Wenn Sie eine Schale mit Wasser aufstellen und einen Stein hineinlegen können wir auf diesem landen und mit trockenen Beinen unseren Durst stillen.
  7. Schenken Sie uns kurze Wege. Honigbienen schaffen es, weitere Strecken zu fliegen. Wildbienen hingegen haben einen Aktionsradius von 70 bis 300 Metern. Daher werden Futterpflanzen und Nistmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe benötigt. Fast ein Drittel der Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Wenn Sie also bestimmte vom Aussterben bedrohte Wildbienen unterstützen möchten, pflanzen Sie deren Leibspeisen und halten Sie das bevorzugte Nistmaterial bereit. Um Honigbienen kümmern sich in der Regel Imker. Im Zuge einer Arbeitsteilung werden daneben dringend die Wildbienen benötigt, zu denen auch Hummeln gehören. Wildbienen bestäuben doppelt so viele Blüten wie Honigbienen, starten morgens eher und sind auch nicht so kälteempfindlich.
  8. Bitte gärtnern Sie giftfrei. Die Giftwolken vernebeln unsere Sinne und wir finden nicht mehr heim. Schmecken tut das Zeug auch nicht.
  9. Honiggläser bitte nur gut gespült in den Altglascontainer werfen. Es gibt Zeiten, da finden wir zu wenig Futter. Im Gegensatz zu Wespen suchen wir nicht die Nähe zu Menschen und ihren Kaffeetischen. Es kann aber vorkommen, dass wir in Wertstoffcontainern nach Honigresten suchen. Dadurch können jedoch Krankheiten übertragen werden, die Gefahr für ein ganzes Bienenvolk bedeuten.
  10. Legen Sie bitte für uns ein gutes Wort bei Ihren Mitmenschen ein. Wenn wir sterben geht das leise vor sich. Es gab uns schon zu Zeiten der Dinosaurier, aber so schwer wie in der heutigen Zeit hatten wir es seit Menschengedenken noch nie. Ihr Menschen habt so gute Ideen. Da wird es doch sicher Lösungen für ein artenreiches Miteinander geben! Bitte bald – es eilt.

 

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Bericht "Grafing summt" 2017

Grafing summt

Grafing summt wurde im Sommer 2017 Partnerinitiative von Deutschland summt. Träger ist das Familien- und Bürgerzentrum e.V. (FBZ) in Grafing. Wesentliche Aktivitäten 2017 waren folgende:

Schulen

Der Schwerpunkt der Initiative lag auf einem Bildungsprogramm für Kinder. Sabine Kirchner hat hierzu ehrenamtlich 16 Schulklassen besucht. Im Rahmen einer Projektwoche hat man sich daraufhin an einer Schule sogleich noch näher mit dem Thema Honigbienen, Wildbienen und deren Lebensräumen befasst und von einem Imker ein eigenes Bienenvolk in den Schulgarten gestellt bekommen. In der Schule wurde ein Bienenbriefkasten eingerichtet. Kinder konnten Fragen stellen, die ihnen dann in einem persönlichen Antwortbrief beantwortet wurden. Auf der Webseite von Grafing summt wurde eine eigene Rubrik für Kinder eingerichtet. Das FBZ hat Bücher zum Thema angeschafft, die bei Interesse ausgeliehen werden können.

Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung für Grafing summt mit Eröffnung des Bienenhauses im Stadtpark war ein voller Erfolg. Es fanden sich ca. 140 Menschen ein, um etwas über die Welt der Bienen zu erfahren. Nach den Reden von Bürgermeisterin Angelika Obermayr, dem Imker Claus Mayr, der das Bienenhaus selbst entworfen und gebaut hat sowie der Bienenpatin Sabine Kirchner summten die Gäste - begleitet von einem Monochord spielenden Mädchen - wie in einem Bienenstock. Es waren ca. 50 Kinder anwesend, wovon 8 jeweils ein Kurzreferat hielten und in der Schule gefertigte Plakate vorstellten. Danach gab es gratis Lose für jeden. Jedes Los war ein Gewinn: es wurden über 200 Samenkugeln und Säckchen mit Blumensamen verteilt, und drei glückliche Gewinner erhielten ein wunderschönes Insektenhotel für den Garten. Claus Mayr öffnete das Bienenhaus und ließ das Publikum ins Innere blicken. Dabei wusste er viel Wissenswertes zu erzählen. Er hatte zwei große Eimer Honig mitgebracht, den die Stadtparkbienen bereits gezaubert hatten, und jeder durfte sich selbst davon etwas in ein Glas abfüllen.

Vernetzung

Viele Kontakte wurden geknüpft. Ein besonders schöner Erfolg war, dass das Landratsamt Ebersberg, welches für 2018 das „Jahr der Biene“ geplant hatte, von Grafing summt als weiterer Partner für Deutschland summt gewonnen werden konnte. Da Grafing im Landkreis Ebersberg liegt, haben wir somit die örtliche Besonderheit, dass es in einem Landkreis die beiden Schwesterinitiativen Grafing summt  und Der Landkreis Ebersberg summt gibt.

Plätzchen für die Bienen

Eine Schule meldete sich bei Grafing summt mit der erfreulichen Nachricht, dass sie auf dem Weihnachtsmarkt der Schule selbst gemachte Plätzchen zugunsten von Grafing summt verkaufen werden. Die Plätzchen waren rasch ausverkauft. Das Geld wird in ein Bienenprojekt der Schule in Kooperation mit Grafing summt fließen.

Grafing summt! ist Wertebotschafter 2018

Veranstaltungen von Grafing summt!

Wanderausstellung "Bayern summt" am 03. Jul 2018 - 26. Jul 2018
Ideenschmiede am 06. Jul 2018

Grafing summt!  ist Teil der Initiative Deutschland summt!

Unser Jahresbericht 2017

Cover Jahresbericht 2017

Das Buch unserer Initiative

Die zweite Auflage unseres Ratgeberbuches "Wir tun was für Bienen - Bienengarten, Insektenhotel und Stadtimkerei"  ist im November 2017 im Kosmos-Verlag erschienen.

Kontakt

Ansprechpartner vor Ort:
Sabine Kirchner
Telefon: 08092 / 3071033
E-Mail: grafing-summt@gmx.de